Klimaneutralität

Warum ist Klimaneutralität so wichtig? 

 

Pflanzen, die für ihr Wachstum CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen, geben dieses nach ihrem Tod normaler Weise durch Zersetzungsprozesse wieder an die Umgebung ab - das CO2 bewegt sich quasi in einem Kreislauf. 

Unter bestimmten Bedingungen war es in der Vergangenheit jedoch möglich, dass diese Zersetzungsprozesse unterbunden wurden. Durch Überlagerung abgestorbenen Pflanzenmaterials mit Sedimenten konnte dieser Abbau zum Beispiel nicht wie üblich stattfinden. Das Pflanzenmaterial verwandelte sich Im Laufe von Jahrmillionen in Erdöl, Kohle und Erdgas und bildete auf diese Weise die Lagerstätten fossiler Brennstoffe, wie wir sie heute kennen. Große Mengen CO2 wurden auf diese Weise der Atmosphäre dauerhaft entzogen und das Weltklima konnte sich entsprechend stabilisieren. 

Durch die intensive Nutzung fossiler Energieträger wird dieses CO2 nun seit Jahrzehnten der Atmosphäre wieder zugeführt, die Durchschnittstemperaturen steigen dementsprechend weltweit sukzessive an. 

Ein großes Problem ist, dass wegen der sehr komplexen Mechanismen in der Natur 

mögliche Konsequenzen unseres klimaschädlichen Handelns zum Teil erst nach vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten für uns spürbar werden.
Es muss vermutet werden, dass die Regeneration der Natur mit einer ähnlichen zeitlichen Verzögerung stattfinden und gleichermaßen langwierig sein wird - umso wichtiger ist es also, so schnell wie möglich zu reagieren und die Emission von Treibhausgasen auf ein absolutes Minimum zu begrenzen.

Durch Hitzewelle im Jahr 2020 verursachtes Baumsterben mit anschließendem Kahlschlag.

Erste Auswirkungen – das Wetter!

 

Expertenmeinungen zufolge ist auf Grund des Klimawandels weltweit mit einer stetigen Zunahme an Extremwetter-phänomenen zu rechnen.

In unseren Breiten zeigt sich dies insbesondere in sehr trocknen Sommern, die speziell im Jahr 2020 bundesweit zu massiven Ernteeinbußen sowie Schäden an unseren Wäldern geführt haben. 

Grüner, lebendiger Nadelbaum.

Erhalt unserer Wälder

Die Bedeutung des Waldes

Ein Wald sollte nicht nur als Wirtschaftsfaktor betrachtet werden – er ist weit mehr als das. 
Abgesehen von seiner Funktion als Naherholungsgebiet für Bürgerinnen und Bürger schützt das Wurzelwerk vor Bodenerosion. Bäume verdunsten große Mengen an Wasser, wirken dabei wie eine riesige Klimaanlage und verhindern gleichzeitig die Austrocknung des Bodens.
Überdies bietet ein Wald als Ökosystem unzähligen Tier- und Pflanzenarten Schutz und trägt hiermit zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.

Was verkraften unsere Wälder?

Insbesondere der Sommer 2020 hat gezeigt, dass unsere heimischen Wälder durchaus anfällig für langanhaltende Trockenperioden in Verbindung mit großer Hitze sind. Es leiden jedoch nicht nur Nadelbäume unter solchen Wetterextremen, auch für Laubbäume sind sie eine große Belastung. Die Folgen der Hitzewelle des Sommers 2020 sind auch in der Hohensteiner Gemarkung deutlich sichtbar. Große Areale von Nadelholzbeständen sind den hohen Temperaturen zum Opfer gefallen und mussten gefällt werden. Selbst im Falle einer erfolgreichen Wiederaufforstung werden Jahrzehnte vergehen, bis die Hitzeschäden aus dem Jahr 2020 vollständig verschwunden sind.

Alternativen zu fossilen Brennstoffen


Energieversorgung mit Nachhaltigkeit – aber wie?

Um dem Klimawandel zu begegnen, ist eine drastische Reduzierung der Emission von CO2  und anderer Treibhausgase zwingend notwendig und damit verbunden eine Abkehr von fossilen Energieträgern. Alternativen hierzu gibt es bereits seit geraumer Zeit. Doch obwohl sich die Anzahl von Solar- und Windparks in den letzten Jahren vervielfacht hat, sind wir immer noch nicht in der Lage, unseren Energiebedarf vollständig aus regenerativen Energiequellen zu decken.

Elektrizität aus Sonnenlicht - Ökostrom

Eine Photovoltaikanlage verbunden mit einer entsprechenden Speichertechnologie ermöglicht es, sich zumindest partiell von konventionell erzeugtem Strom unabhängig zu machen. Nutzen Sie Ihr Dach, um Ihren eigenen, grünen Strom zu produzieren.

Gelänge überdies die Realisierung eines Solarparks auf einem geeigneten Gelände im Raum Hohenstein, könnte saubere Elektrizität auch für BürgerInnen bereitgestellt werden, die über keine eigenen Dachflächen verfügen.

Gas aus der eigenen Biogasanlage - Ökogas

Warum die Heizung mit klimaschädlichem Erdgas betreiben, wenn es auch anders geht? Eines der Projektziele der Bürger Energie Hohenstein ist unter anderem die Überprüfung, ob der Bau einer Biogasanlage für unsere Gemeinde sinnvoll sein könnte. Lassen Sie uns mit den Reststoffen der lokalen landwirtschaftlichen Produktion unser eigenes, sauberes Gas erzeugen – ein weiterer kleiner aber wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.